MONIQUE   MONDON  –  MUTH

Bild1ist in Lothringen als glückliches Kind in einer Familie aufgewachsen, in der mehrstimmiges Singen zum Alltag gehörte. Der Vater, streng, gerecht und gütig zugleich, überwachte die musikalische Entwicklung  der Kinder (ab dem 5. Lebensjahr auch das Klavierspielen). Als Zehnjährige hörte sie eine Tonaufnahme von Maria Callas;  sie war von der Personalität dieser Frau so fasziniert, dass sie beschloss, Sängerin zu werden. Sie kaufte vom Taschengeld Klavierauszüge von Opern und begann, die Sopranrollen einzustudieren.

Mit 13 Jahren erhielt sie bei einem Kirchtagswettsingen den ersten Preis für die große Arie aus der Oper „Lakmé“. Die lokale Presse berichtete darüber so begeistert, dass das Nationalkonservatorium von Nancy „beschloss“, sie trotz ihres  Kindesalters in eine Sologesangsklasse aufzunehmen.

Als sie mit 20 Jahren vom Konservatorium den „Prix d’excellence“ mit der Einstimmigkeit der Jury erhielt (eine in dieser Sparte sehr selten vergebene Auszeichnung) , hatte bereits eine rege Tätigkeit auf der Bühne eingesetzt. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen wurden ihr für ihren Operngesang zuerkannt: als Preisträgerin und Finalistin in Paris durch die UFAM“ sowie den „Concours Artistique“ in Colmar beim „Concours de solistes“ und in Nancy durch die Association Musique Culture et Arts“.

Bild2In Wien präsentierte sie sich das erste Mal bei „10 Jahre Premiere der Jugend“ mit Butterfly (Madame Butterfly) und Louise (Oper Louise). Die Universität für Musik und Darstellende Kunst dieser Stadt verlieh ihr auch den Titel Maga. art. für  „Die Interpretation des deutsch-romantischen Liedes“.

In der Oper wechselte sie vom Koloratursopran ins lyrische Fach, also von Philine („Mignon“), Julia („Romeo und Julia“), Leïla  („Die Perlenfischer“), Gilda („Rigoletto“), Lucia („Lucia di Lammermoor“), Constanze („Die Entführung aus dem Serail“) etc.
zu Margarethe („Margarethe“), Violetta Valéry („La Traviata“), Mimi („Die Boheme“), Pamina („Die Zauberflöte“)  usf.

Das Ungewöhnliche und Charakteristische an ihren Liederabenden und CD-Aufnahmen ist der dramaturgische Aufbau. Das heißt, die Lieder sind so ausgewählt und gereiht, dass sie in ein Gesamtthema passen – ähnlich wie bei einem Liederzyklus. Auf diese Weise hat sie von F. Schubert, R. Schumann, J. Brahms, G. Fauré, H. Duparc, E. Granados, F.J. Obradors und J. Rodrigo u.v.a. Werke so ausgewählt und zusammengefügt, dass sie Teile eines einzigen musikalischen Dramas sind. Besonders gut ist ihr dies beim Festival Beethoven de Nancy, bei den Festwochen von Tarnov und unten angeführten CDs gelungen.

Als stimmliche und seelische Bereicherung empfindet sie das Singen von  Messen,  Kantaten, Requiems, Motetten, Oratorien (Die Jahreszeiten, Der Messias, Die Schöpfung) und Konzertarien der Wiener Klassiker (Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert) aber auch von Händel, Bach, Schütz und Pergolesi.

In Rundfunk- und TV-Sendungen unterstrich sie u. a. nachdrücklich die künstlerische Bedeutung verschiedenartiger Gestaltungsmöglichkeiten eines Werkes.

Bild3Um ihr Wissen und Können an begabte und interessierte Jugendliche weiterzugeben (bei internationalen Meisterkursen, am Konservatorium für Musik und dramatische Kunst in Wien u.a.) entwickelte sie eine Methode, die auf ihrer Beobachtung natürlicher Bewegungsabläufe basiert und auf dem beharrlichen Nichttrennen von Tongebung und Interpretation, das heißt, die Welt der Gefühle darf selbst bei den einfachsten Gesangsübungen nie fehlen.

Hier finden Sie eine Auswahl aus der Diskografie:

  • St. Brigitta – WienJ.S. Bach, W.A. Mozart, G.F. Händel  –  Sopranstimme und Orgel
  • Lieder: Schubert – Schumann – Duparc – Liszt
  • Lieder von R. Schumann, J. Marx, R. Strauss, G. Fauré, E. Granados, F.J. Obradors und J. Rodrigo
  • W.A. Mozart: das musikalische Tagebuch eines Genies, belegt durch seine Lieder, Motetten, Messen und Opern
  • Arien aus Lakmé, Le Barbier de Séville, Les Pêcheurs de Perles, Manon und La Traviata

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